Herzensangelegenheit "Hörminderung"

Aktualisiert: 10. Feb.

„… dieses Lachen nicht mehr zu hören, ich konnte diesen Gedanken nicht ertragen …“ (Antoine de Saint-Exupéry, 1900 – 1944, französischer Schriftsteller und Pilot)

Schleichend wurde mein Hören immer schlechter, bis es 2004 nicht mehr ging. Ohrenarzt. Hörgeräteakustiker. Hörgeräte. Plötzlich war alles um mich herum laut - aber ich verstand wieder, konnte mehr und besser am Leben teilnehmen, meine Mitmenschen mussten mich nicht mehr anschreien, das Fernsehen konnte leiser gestellt werden. Aber es war auch das endgültige Aus - "the way of no return" - für das aktive Musikmachen als Posaunist.

Neben der Teilhabe am Leben und mehr Sicherheit (z.B. im Straßenverkehr) kann ich auch meinen Beruf als Coach, Trainer und Dozent ausüben. Wichtig ist dabei für mich: Bekennen zur Hörminderung, offensiver Umgang damit, meine Mitmenschen einbinden, Hilfen einfordern und Tricks und Methoden neben dem Hörgerät anwenden.

Hörminderung ist kein Stigma! Hören ist Lebensqualität!

Darum helfe ich als Betroffener anderen Betroffenen, ihre Hörminderung anzunehmen. Ein erster Schritt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Meine Arbeit ist nicht die eines Hörgeräteakustikers, Hörtrainers, eines Gebärdendolmetschers o.ä..

Ich verstehe meine Herangehensweise als mentale Unterstützung oder Stärkung, ergänzend zu dem hervorragenden Hilfsmittel „Hörgerät“. Gleichzeitig möchte ich Normal-Hörende sensibilisieren, damit ein gutes Miteinander mit Menschen mit Hörminderung möglich ist.


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Danke.